Mittwoch,
den 8. April 2026

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gefunden die Bilder der ersten Zeit wieder hier
Aufgegangen in N.
Vier Wochen vor Landsdorf. Demminer Gesänge in 3 Teilen. Absagen schon vorweg, weil festliches Datum der "Befreiung". Nach 80 Jahren. Nach DDR, deren Ende man als Mauerfall feiert, wieder Befreiung. Vor 80 Jahren Erinnerung an Tote, Brand von Demmin, Enteignungen und Schweigen. Auch viele der aus dem Osten Geflohenen vergewaltigt, wie alle anderen. Nun das was übrig blieb. Und was wir draus machten. Als Film . Mit Lesung der Toten aus Moskau selbst, weil zum Film geworden. Dieser art. Was arte nicht zeigen will. Mit einem Untergang wird es beginnen. Den hier niemand wissen will, nenen soll.
In München vorbreitet
und ruft
zu belegen. Dass wieder da.
Auf dem Theater, im Film dann doch, die Bilder Namen, was vor 80 Jahren geschah, in jenem Traum-was-sonst 1980 dieses "Aachen existiert nicht mehr". Ein Monolog wie noch keinen. Und nicht nur zu Aachen. So auch Dresden, Berlin 1945, München, Augsburg, Stuttgart, Nürnberg, Würzburg, Kolberg, Stettin. Rostock, Hamburg, Köln, Lübeck, Karsruhe, Breslau, die Ruinen noch gesprengt, als Film den niemand wollte. Aus Salzburg doch. Eine ganze Zivilisatzien auszulöschen und niemals wieder. Dies "Namen die keiner nennt." Wie Der Fluch.

"Vollständiger Sieg und goldenes Zeitalter" für die Region und Welt.

Israel macht weiter. Nun der Libanon. Und Westbank inkl.

 

Menetekel

 

Das, was sie wollen. Und doch eine wie nie.

Der Guardian

THEATER

Ein Traum, Was Sonst?

Irgendwo in den Programmheftnotizen zu diesem seltsamen, mutigen und kraftvollen Bühnenstück spricht sein Regisseur Hans Jürgen Syberberg davon, „die Vorstellung zu erforschen, dass jeder Nation ihre einzigartige Rolle unter den anderen zugewiesen wurde“; und Ein Traum, was sonst? ist sicherlich eine tiefgründige, anhaltende Meditation darüber, was das deutsche Genie ist, war und sein kann

Konzipiert für Film und Theater, nimmt es die Form einer Solo-Performance der Schauspielerin Edith Clever an, in der sie sich zweieinhalb Stunden lang allein auf einer großen, schattigen Bühne bewegt, die nur von ein paar Stühlen, einem Boden aus geharkter Erde und im Hintergrund von einer Art Monument mit einer hoch aufragenden Spitze besetzt ist, von der ein einzelner Lichtstrahl ausgeht, wie ein kraftvolles Bild menschlicher Sehnsucht und des Strebens. Sie ist in der Rolle der Gräfin von Bismarck, die 1945 vor ihrem zerstörten Landsitz auf die Ankunft der vorrückenden

Roten Armee wartet. Sie spricht: zuerst Fragmente aus Hekabe und Die Troerinnen, dann einen langen Auszug aus Kleists Prinz von Homburg – jenem seltsamen, ambivalenten Ausdruck romantischen Idealismus in seiner hektischsten Form – und schließlich einige großartige Passagen aus Goethes Faust. Sie bewegt sich, ihre langsamen Bewegungen auf der Bühne sind bis ins kleinste Detail choreografiert zu einer

zu einer exquisiten Aufnahme der Pastoralsinfonie von Furtwängler. Doch vor allem hört sie zu: der Musik, den hörbaren Geräuschen und, am eindrucksvollsten, den Erinnerungen und Gedankenfragmenten in ihrem Inneren, die sich auf dem ungemein schönen, ernsten und intelligenten Gesicht der Schauspielerin widerspiegeln.

Zweifellos hat dieses Stück auch einige unschöne Aspekte. Es nimmt sich selbst so ernst, dass es mit der gewohnten Unbekümmertheit des britischen Publikums kollidieren dürfte, und die Entscheidung, diese aristokratische Dame zum Symbol einer Nation zu machen, muss im Jahrhundert des einfachen Mannes hinterfragt werden. Es ist auch eine Tatsache, dass allein der Anblick deutscher Künstler, die sich ernsthaft mit ihrer nationalen Identität und ihrem Erbe auseinandersetzen, ohne dabei demonstrativ selbstzerstörerisch zu wirken, in Europa immer noch manche Menschen empört und viele verunsichert. Dennoch ist „Ein Traum, was Sonst?“ von unbeschreiblicher Schönheit und regt auf einzigartige Weise zum Nachdenken an. Nach all den Schrecken dieses Jahrhunderts müssen sich die Menschen fragen, wie sie ihre Fähigkeit zu Träumen und Idealismus zum Wohle ihrer Menschlichkeit einsetzen können, anstatt sie auszulöschen; und Syberberg hat den Mut gehabt, diese Frage inmitten seiner eigenen kulturellen Erfahrung aufzuwerfen.

Joyce McMillan

Forts.Das Ganze in engl.<<< mit klick