Und so kommen sie wieder die Namen.Und Gestalten: Dr,Fiedler, der Gute, Mathematiklehrer, mit einem Essen mittags, Rohwedder, der Harte, Lateinlehrer, die beiden schlimmsten Fächer, Dr. Minia, aus Böhmnen, kath, Alien unter den Protestanten, Deutsch, meine Rettung, Kötter, der Rektor, CDU und in der Kälte fremd, aber die mich aufnahm und hielt als die ersten Anschuldigungen kamen, der nicht. So musste diese Zeit zum ersten Ring der Hölle werden, dem der in die Welt ging sich enthäutend eine neue Form wachsen fühlte weiter entfernt vom Gewollten, langsam erst merkend, wie auch das notwendig dazugeghörte zur Schule des Lebens als Feuer zur Reife der Erkenntnisse. Die doch erst gesucht wurden bei den anderen?

 

 

Sonntag, den 23 August
aktualisiert 17:24 h
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Post aus Petershagen(1953.65)
mit Gruss und Einladung zu einem Film von 1955. Versprechen dort auch Bilder von mir damals. Aufgen. Dr. Minia.

DER also damals. Und war schon ganz nahe ersten Erkenntnissen, aber er musste erst den Vater bergen, aus der Hölle der DDR. Nun er ihn. Der Schwächste den Schwachen.
Neerenweg 10, das Zimmer oben mit offenem Fenster
E. Beutler und sein Sohn -heute in der FAZ- aus dem Jahre 45 in den Ruinen des Geburthauses Goethes, Frankfurt. Das sie Anfang der 50er Jahre wieder aufbauten, gegen die Wut der moralisierenden Auschwitz-Partei, die dies als ewiges Erbe zur Lähmung dagegenhielten, wie jene nach 89, die Einheit Deutschlands als Fluch zu verstehen und abzuwehren. Das Opfer wird erst langsam deutlich. Der letzte Ring.
Das Zimmer von innen, was an der WAnd hängt, auf den Kästen liegt, die Bücher, erkennt man nicht
Was heute ein Hotel ist, war damals unten Beletage zum Wohnen auch für ihn, den Durchgefallenen am Ende
Irgendwo im netz hier und allgemein der Abituraufsatz über Kleist Kohlhaas, noch erhalten und dort recherchiert, publiziert.
.Seien wir milde, heute zurückschauend, viel Rettung auch. Frau Söchting gab ihm ihre Wohnung, auch dies als alle Stipendien gestrichen waren, wegen des verfehlten Abiturs im ersten Anlauf. Und die Katastrophe ausgerufen war. Alle halfen mit zum zweiten Gelingen. Eigene Geschichte. Nie zu vergessen, gerade hier.
Die Schule und das 4oo Mark-Radio, das mich nachts am ungeliebten Ort der Rettung auch überleben liess. An der Weser das Schloss und die Kirche gar nicht so unvertraut, die Wiesen und Kühe - aber für einen nach Brecht und Berlin als Ziel ein Gefängnis im Grünen.
Der Blick aus dem Fenster Neerenweg 10 endlose Weite und wollte doch Häuser und Strassen erlösender Urbanität.
Über 50 Jahre später Nossendorf, doch noch einmal.
Damals schon die nächtelangen Diskussionen unter den Geflohenen aus der Hölle des Zangsregims einer Demokatie oder wie sie es nannten, über Demokratie, und Diktatur, wann es Pflicht sei Widerstand zu leisten, auch in der Demokratie, wenn alles schief läuft, was sie Herrschaft des Volks nennen. In der Diktatur wars verleichsweise einfach, aber in dem was sie Herrschaft des Volkes nennen. Wir waren ratlos aber streng und jung und unerbittlich. Feindlich den westlichen Altersgenossen, die solche Überlegungen nicht quälten. Brecht, der Meister, war auf der Seite der anderen, wie ertragen. Auch das.Was aber wenn, die Demokratie selbst sich Diktatur nennt. Zur Diktatur wird des Mobs mit den Regeln ihrer Gesteze, dass es jeder sieht, grinsend, das Böse als Macht ohne Revolutionsmöglichkeiten.... Die der DDR war noch leicht abzuschütteln dagegen. Wir sehen es heute.

Heute, nach soviel Prüfungen der Öffentlichkeiten, dessen, der sich in sie begeben, zurückgekehrt, mag dies Petershagen wichtig erscheinen in der Kargheit seiner ersten Strenge. Der Kumpel und Freund aus Rostock, nach Rheinland Pfalz verschlagen aus den Lagern der aus dem Osten geflohenen Jüünglinge, auch an so einer Schule, ging zurück, geprägt, nicht ausgehalten, nach Rostock wieder und wurde katholisch, Jesuit, als Ungetaufter und so gestärkt wieder in den Westen nach Rom. Als Beispiel der Härte dieser Zeit. Wo heute hin.

Was hier prüft, quält, kommt von innen, von dort, wohin ich wollte, Erkenntnisse der Befremdung, selbst aus der Mitte des Ziels. Und muss wohl sein, selbst diese Versuchungen abzuschütteln. Heimat seien die Menschen, wird gesagt. Nach dem Zusammenbruch oder Ausfall der moralischen Instanzen des Nachkriegs und der Entfernung der alten Freunde erster Jahre an ihrem Orte selbst muss es also erkannt werden, wozu und ob alles gut sei. Das hört wohl nicht auf.
Auch hier schlagen sie die Bäume ab. Demokratie. Die Menschen toben. Fehler gemacht. Achselzzucken. Na und? Die Minderwertigen und niederer Gesinnung grinsen überall. Die Demokratie hat gesiegt, Man darf protestieren. Man darf seine Meinung sagen und wir leben in einem Rechtsstaat. Und die Mehrheit sind wir, der Feigen und Karieristen schon immer.
der Blick des Kindes -wieder- am Morgen bleibt nach allen Häutungen