Freitag,
den 29. Mai 2026
und >
ggfls. Kom. >
"Im Zuge der Vorbereitung meines Vortrags bin ich noch einmal auf den Text zurückgekommen, den ich neulich verfasst habe, und möchte Ihnen kurz drei Gedanken mitteilen, unter denen er sich meines Erachtens mit Heidegger in Verbindung bringen lässt.
Erstens ist der Monolog nicht bloß eine theatralische Form, sondern trägt eine ontologische Notwendigkeit in sich. Was die Demminer Filme betrifft, so glaube ich, dass das im Titel stehende „Lied" bzw. „Gesang" nicht zur mitteilenden, sondern zur erschließenden Sprache gehört. Es wirkt als eine Kraft, die den Raum selbst eröffnet und die Namen der Toten sowie die verlorene Stadt zur Gegenwart bringt."


"Drittens lässt sich – mit Bezug auf die Dialektik von Heimat und Fremde in Heideggers Hölderlin-Deutungen, etwa im „Ister" – sagen, dass die Rückkehr nach Nossendorf/Demmin keine bloße Regression in den Ursprung darstellt, sondern den Versuch einer Heimkehr, die durch Verlust und Vertreibung hindurchgegangen ist. Damit deckt sich auch die strukturelle Notwendigkeit, warum der autofiktionale Rahmen nicht der direkten Autobiographie bedarf, sondern des Umwegs über die Fiktion."
"Zweitens lässt sich die Geste, mit der Ihre Filme die verlorene Welt als Bild-Gesang „neu träumen", als die Struktur des Heideggerschen Andenkens selbst lesen. Das „Träumen" wäre dabei von bloßer Rückschau oder Nostalgie zu unterscheiden und als ein Erinnern zu verstehen, das ein Warten auf das Kommende in sich birgt."
Aus Tokyo, H.A. Nachtrag zu seinem Vortrag am 9. Mai in der Waseda Univ. Japan
Die Rosen treiben in die Blüten, aber die Rehe wachen auch.
so wir mit Antiduft fahnen zu antworten.
Der Park ist nun einer
und wir sind wieder da
Im Kleinen zu antworten zuhaus
wie man das macht, wenn man es will >>>>>